Ruhrverband kämpft mit neuen Mitteln gegen Wasserpest
Donnerstag, 01. April 2010 um 00:00 Uhr
Der Ruhrverband zieht im Kampf gegen die Wasserpest alle Register. Das neueste Mittel der Wahl sind Giraffenschwäne. Herr Knallkötter vom Ruhrverband: " Letztes Jahr im Herbst haben wir Rotfedern im Baldeneysee ausgesetzt, die die Wasserpest unter Wasser abfressen sollen ( siehe auch hier einen Artikel in der WAZ ). Durch aufmerksame Kanuten wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass Schwäne auch gerne die Wasserpest fressen. So waren letztes Jahr bis zu 30 Schwäne auf dem See, viel mehr als im Vorjahr. Das Problem ist aber, dass die Schwäne nicht an tieferliegende Knospen der Wasserpest herankommen."
Doch durch eine spektakuläre Kreuzung von Schwan und Giraffe, die erstmals im Gentechnischen Labor der Uni Duisburg - Essen gelang konnte der Hals der Schwäne deutlich verlängert werden. Die neue Art - von den Forschern Giraffenschwan getauft - kann nun die Wasserpest bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern abfressen. Fritz, das erste Exemplar der Giraffenschwäne, ist auf dem Baldeneysee ausgesetzt worden, und schon von weitem an seinem langen Hals, den giraffentypischen kleinen Hörnern und einer dezenten Färbung seines Gefieders im Giraffenmuster zu erkennen.
Herr Knallkötter geht davon aus, dass in Zukunft bis zu 50 Giraffenschwäne am Baldeneysee angesiedelt werden können. In den nächsten Jahren soll das Pilotprojekt auch auf den Kemnader See und den Harkort See ausgeweitet werden. Er ist zuversichtlich die Wasserpest so wieder in die Aquarien zurückdrängen zu können.